01.08.2014 Düsseldorf

Landesvereinigung Ökologischer Landbau begrüßt das neue NRW-Programm „Ländlicher Raum“

Landwirtschaftsminister Johannes Remmel hat in dieser Woche das neue Programm zur Entwicklung der ländlichen Räume in NRW für den Förderzeitraum 2014 – 2020 bei der EU-Kommission zur Genehmigung eingereicht. Die Landesvereinigung Ökologischer Landbau NRW (LVÖ) begrüßt insbesondere, dass die neuen Ausgleichszahlungen für den ökologischen Landbau deutlich erhöht werden. 

Den Schwerpunkt dieses Programms bilden insbesondere Agrarumweltmaßnahmen, wie der Ökolandbau und der Vertragsnaturschutz, sowie tiergerechte Haltungsverfahren von Nutztieren. Sie tragen erheblich zur Stärkung des Artenschutzes und der Entwicklung zu einer umwelt- und tiergerechten Landwirtschaft bei. Die Mittel für bestimmte  Programmbausteine sollen gegenüber der alten Förderperiode merklich erhöht werden. Die LVÖ NRW begrüßt, dass die neuen Ausgleichszahlungen für den ökologischen Landbau deutlich angehoben werden sollen. „Minister Johannes Remmel hat mit dem neuen Programmentwurf richtige agrarpolitische Weichenstellungen vorgenommen“, so Heinz-Josef Thuneke, Vorsitzender der LVÖ und betont, „es ist besonders erfreulich, dass damit wichtige Impulse zum Gewinn neuer Umstellungsbetriebe und für den Ausbau der ökologisch bewirtschafteten Anbaufläche in NRW gegeben werden. Damit können letztlich die in NRW vorhandenen Absatzpotentiale für Öko-Produkte besser genutzt werden“. Darüber hinaus sieht der LVÖ-Vorsitzende darin aber auch ein klares agrarpolitisches Signal an die bereits umgestellten Biobetriebe, denn es sorgt für  Planungssicherheit für die nächsten sechs Jahre.

Erfreulich ist auch, dass neben weiteren Verbesserungen im Bereich der Agrarumweltmaßnahmen und des Vertragsnaturschutzes auch die 2010/11 eingeführten Tierschutzmaßnahmen weiter vorangetrieben werden sollen. „Für den Ökolandbau ist die Haltung der Nutztiere auf Stroh und Weidegang zwar selbstverständlich. Aber es ist dennoch sinnvoll und richtig, für den höheren Aufwand, der mit diesen Haltungsverfahren verbunden ist, Ausgleichszahlungen zu gewähren“, beurteilt Jörn Bender, stellvertretender Vorsitzender der LVÖ, die Weiterentwicklung dieser Programmbausteine. 

Die LVÖ begrüßt ferner die Konzentration des Agrarinvestitionsförderprogramms (AFP) auf besonders förderfähige Vorhaben, wie etwa Stallbauten mit hohen Anforderungen an die Tiergerechtheit. Insgesamt zieht die LVÖ NRW ein positives Fazit des neuen NRW-Programms „Ländlicher Raum“, nicht zuletzt, weil wichtige Weichenstellungen in Richtung der Handlungsmaxime „Öffentliches Geld für öffentliche Güter“ vorgenommen wurden.

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